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Die Chinesische Sprache

Einführung

Im Deutschen ist mit chinesischer Sprache meist die chinesische Hochsprache Putonghuà gemeint, deren Aussprache auf einer standardisierten Form des Pekinger Dialektes Beijinghuà beruht.

Chinesisch ist eine der ältesten Sprachen der Welt und wird von 1,2 Milliarden Menschen gesprochen, d.h. also von einem Fünftel der Menschheit. Es ist damit die meistgesprochene Muttersprache der Welt. Das gilt auch, wenn man berücksichtigt, dass Chinesisch sich in mehrere sehr unterschiedliche Dialekte aufgliedert. Seit 1949 wird ein einheitliches "Hochchinesisch" konsequent verbreitet, die so genannte Putonghua oder auch Mandarin. Diese offiziell gesprochene Sprache ist ursprünglich ein Dialekt aus Nordchina, dessen Aussprache auf dem Pekinger Dialekt beruht.

Fast alle Chinesen sprechen heute diese standardisierte Hochsprache (früher auch als Mandarin bezeichnet). Sie benutzen eine gemeinsame Schrift, die eine Geschichte von 4000-5000 Jahren aufzuweisen hat und Träger der längsten ununterbrochenen Kultur- und Literaturtradition der Welt ist. Die chinesische Schrift wurde auch von anderen ostasiatischen Kulturen übernommen (Japan, Korea) und spielt im heutigen Modernisierungsprozess Chinas eine immer wichtigere Rolle. Die chinesische Schrift ist eine Zeichen- oder Bildschrift mit mehr als 50.000 überlieferten Schriftzeichen, von denen aber "nur" etwa 3000-4000 im alltäglichen Gebrauch sind.

Um dialektisch bedingte Wortunterschiede zu beheben, wurde eine allgemeingültige phonetische Lautumschrift entwickelt. Die Schriftzeichen lassen sich problemlos in Computersprache umsetzen, also digitalisieren. Aufgrund der zunehmenden wirtschaftlichen Bedeutung Chinas wird die Verständigung in dieser Sprache immer wichtiger. Chinesisch ist schon seit Jahrtausenden die wichtigste Verkehrssprache im ostasiatischen Raum. Heute ist es überdies eine der Amtssprachen der UNO und wird schon in naher Zukunft zu einer der wichtigsten internationalen Fremdsprachen avancieren.




Chinesische Dialekte und Sprachgeschichte

Die chinesische Sprache ist ein Sammelbegriff für eine Untergruppe der sino-tibetischen Sprachfamilie, zu der auch Tibetisch und Burmesisch gehören.
Die chinesischen. Sprachen werden meist als Dialekte des Chinesischen angesehen, obwohl sie wechselseitig teilweise so wenig verständlich sind, wie beispielsweise das Holländische und das Deutsche. Die mündliche Kommunikation beispielsweise zwischen einem Sprecher eines nördlichen Dialekts und einem des Kantonesischen ist beinahe unmöglich. So würden nach westlichem Maßstab die verschiedenen Formen des Chinesischen eine Klassifikation als Sprache rechtfertigen.

Die chinesischen Dialekte können in ungefähr acht große Gruppen aufgeteilt werden, die sich unter phonologischen und lexikalischen Gesichtspunkten in eine nördliche und eine südliche Gruppe teilen lassen, wobei die Abtrennung jedoch teilweise schwer fällt, da aufgrund der Jahrhunderte langen gegenseitigen Beeinflussung eine große Zahl an Übergangsdialekten existiert.

Die ältesten chinesischen Inschriften sind Orakel, welche auf Knochen und Schildkrötenpanzern eingeritzt sind. Sie wurden ca. 500 km südlich von Peking gefunden und entstammen dem 18. - 16. Jh. v.Ch. Von den ca. 4500 dort verwendeten Schriftzeichen sind 1999 etwa 1000 entziffert. Ende 3. Jh. v.Ch. erfolgten große Normierungsmaßnahmen auf allen Gebieten der Sprache und Schrift und es kam zur Fixierung der altchinesischen Literatursprache. Seitdem wechseln Zersplitterung und Zentralisierung einander ab. Als im 9. Jh. Papier und Buchdruck entstanden, verstand bereits nur noch eine gebildete Minderheit die Literatursprache. Seitdem traten erste Versuche auf, die Umgangssprache als Literatursprache zu verwenden.

1421 wurde die Hauptstadt nach Peking verlegt. Seitdem gelangte das guan-huà ("Beamtensprache, offizielle Sprache"), der Dialekt von Peking, zu immer größerer Bedeutung. Dieser verdrängte im 19. Jh. langsam die hohe Literatursprache und nahm Elemente anderer chinesischer Sprachen. Anfang des 20. Jahrhunderts wird er zur Staatssprache Chinas und damit zur putong-huà ("gemeinsame/allgemeine Sprache") erhoben. Es gibt also heute eine einheitliche Literatursprache, aber keine gemeinsame Umgangssprache.

Gesprochen wird Chinesisch vor allem in China, Singapur, Indonesien, Malaysia





Länderinformationen China


Hintergrundinformationen Chinesisch







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